Kostenloses All-In Hotel mit DIY-Konzept

Es gab einmal ein Hotel, das war so prächtig und groß, dass es die gesamte Erde einnahm. Zur Anlage gehörten dichte Wälder, schillernde Seen und grüne Wiesen. Unzählige Tierarten und bunte Blumen.

Die Luft dort war sehr angenehm. Die Blumen dufteten, die Vögel zwitscherten und es wehte stets eine leichte Brise, die den täglich strahlenden Sonnenschein noch angenehmer machte.

Der Besitzer des Hotels war lange Zeit alleine. Zu Beginn hatte die Anlage nämlich noch keine Gäste. Es dauerte eine Weile, bis sich der Laden etablierte.

Am Preis hat das nicht gelegen. Das gesamte Hotel war nämlich kostenfrei.

Geld brauchte der Hotelbesitzer nicht. In seinem Hotel gab es ja alles, was man sich nur wünschen könnte. Außerdem hatte er kein BWL studiert.

Daher beschäftigte der Hotelbesitzer auch keine Angestellten. Stattdessen führte er seine Anlage in Do-It-Yourself Form. So wie heute die Hostels, nur eben viel größer und umfangreicher.

Er stellte Felder zum Bewirtschaften, Rohstoffe zum Verarbeiten und ausreichend Energie zur Verfügung. Alles also, was seine Gäste brauchten um sich ihren Aufenthalt in seinem Hotel so angenehm wie möglich zu gestalten.

Nach einer Weile kamen sie dann auch, die Gäste. Sie fühlten sich sehr wohl und blieben.

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Das mit dem Do-It-Yourself Konzept fanden sie gut, brauchten aber eine Weile, um sich alles anzueignen. Wie man gutes und gesundes Essen macht, Kleidung näht, Energie erzeugt und so weiter.

Als sie das dann aber raus hatten, kamen ihnen immer neue Ideen. So kam es, dass sie irgendwann sogar eigene Autos bauten und später sogar Flugzeuge.

 

Das Anfang vom Ende des Traumhotels 

Um all ihre vielen Ideen zu verwirklichen, brauchten die Hotelgäste natürlich immer mehr Ressourcen. Und so nahm die Fülle der Hotelanlage langsam ab. Zu nahm dafür die Anzahl der Gäste. Von Jahr zu Jahr wurden es mehr.

Der Platz in der Anlage wurde langsam eng, aber man wusste sich zu helfen und baute sie einfach weiter aus. Mit Hochhäusern, Tunneln, und künstlichen Inseln.

Dafür gab es dann nur leider auch weniger Fläche für den Nahrungsanbau. Auch die Fische in den einst schillernden Seen und Meeren wurden immer weniger.

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Vogelgezwitscher hörte man nur noch selten und auch die Luft hatte sich verändert. Es dufteten keine Blumen mehr. Im Gegenteil, in vielen Teilen der Anlage roch man den Müll, den die Hotelgäste in Massen verursachten.

Über die Zeit hatten sich unter den Hotelgästen Gruppen gebildet. Das war anfangs auch ganz sinnvoll, weil diese Gruppen sich untereinander ihre Materialien austauschen konnten.

„Co-Working“ nannte der Hoteldirektor das. Er hatte die Ressourcen in der Hotelanlage nicht alle an einem Fleck deponiert, sondern über die gesamte Fläche verteilt. Damit wollte er die Teamfähigkeit seiner Hotelgäste stärken.

In der Praxis funktionierte das aber nicht so gut. Irgendwie hatten die Gäste die Regeln des „Co-Working“ nicht ganz verstanden. So kam es, dass eine kleine Gruppe immer mehr Materialien auf Kosten der übrigen Gruppen verbrauchte.

Der Hoteldirektor hatte darauf leider keinen Einfluss. Den direkten Kontakt zu seinen Gästen hatte er schon seit langem verloren. Es waren über die Jahre einfach zu viele geworden.

Die einzige Verbindung die zwischen ihm und den Gästen seines Hotels bestand, war ein kleiner Briefkasten mit der Aufschrift „Wir freuen uns über Ihr Feedback zu unserer Hotelanlage“.

Dieser Kasten war allerdings durch die vielen Neubauten der Gäste völlig versteckt, die meisten wussten nicht einmal von seiner Existenz. Und dennoch…

Eines Tages befand sich darin tatsächlich ein Brief. Als Absender war mit großen Lettern das Wort BUCHHALTUNG angegeben. Der Brief lautete folgendermaßen:

 

Defizit von über 20% – Handlungsbedarf dringend erforderlich! 

Sehr geehrter Herr Hoteldirektor,

mit Entsetzen verfolge ich seit einigen Jahren das Geschehen in Ihrem Hotel. Es dürfte Ihnen nicht entgangen sein, dass die Zukunft Ihrer Hotelanlage am seidenen Faden hängt.

Als Buchhalter habe ich mir erlaubt, diesen Umstand rechnerisch zu untersuchen. Das Ergebnis ist alarmierend: Seit beinahe 50 Jahren schreiben Sie rote Zahlen.

Lassen Sie mich Ihnen meinen zugrundeliegenden Vergleich von Angebot und Nachfrage im Folgenden kurz erläutern:

Auf der Angebotsseite habe ich die gesamte Fläche Ihrer Hotelanlage berechnet. In meine Rechnung fließen alle Weiden und Wälder, Wüsten und Felder, Seen und Meere sowie die bebauten Städte und Straßen Ihres Hotels.

Weil Sie die darin befindlichen Ressourcen all Ihren 7,55 Milliarden Gästen zur Verfügung stellen, musste ich ebenfalls die Menge an Rohstoffen und Energien in meine Rechnung einbeziehen, die eine Fläche liefern kann.

Auf der Nachfrageseite habe ich berechnet, wieviel dieser Fläche von den Gästen Ihres Hotels genutzt wird. Dazu zählen neben den eigentlichen Wohnflächen Ihrer Anlage auch alle Ressourcen, die für Energiegewinnung und Produktion gebraucht werden:  Flächen für Bauland, Industrien, Viehzucht und so weiter.

Mit Sicherheit haben Sie bereits das starke Müllaufkommen und den gestiegenen Kohlendioxidgehalt in Ihrer Hotelanlage bemerkt. Beide Posten werden in meiner Rechnung berücksichtigt.

Ein Vergleich der Angebotsseite mit der Seite der Nachfrage ergibt ein Defizit von mehr als 20%.

Ich rate Ihnen daher ausdrücklich die Anmeldung einer Insolvenz. Ein nachhaltiger Sanierungsplan an dem sich all Ihre Gäste aktiv beteiligen, ist aufs dringendste erforderlich!

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Geh auf Umweltkurs… Geh auf Gumbies

Was meinst du? Kriegt der Hoteldirektor seine Gäste dazu, an der Sanierung des Hotels zu arbeiten? Oder kann er seine Anlage von vornherein schließen? Gib mir dein Statement in den Kommentaren.

Mehr zur Rechnung des anonymen Buchhalters erzähle ich dir nächsten Donnerstag hier im Gumbies Blog. Trage dich am besten direkt in unseren Newsletter ein, um keine Gumbies Story zu verpassen!

UPDATE 1.0: Was das Hotel mit dir persönlich zu tun hat erfährst du hier.

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